Musik - Und die rechtliche Seite ?

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Musik - Und die rechtliche Seite ?

Beitrag von Gast am Mo 25 Feb 2008 - 23:37

In diesem Treath werde ich versuchen, eure Fragen bezüglich

Urheberrechte
GEMA
Musikverbreitung usw.

zu beantworten. Falls selber nicht sofort möglich, werde ich euch aber an die gegebenen Stellen verweisen.

Martin

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Re: Musik - Und die rechtliche Seite ?

Beitrag von Mäusel am Sa 1 März 2008 - 1:14

Na gut da hab ich mal eine.
Wenn ich eine Musik CD kaufe bezahle ich doch schon einen GEMA Anteil.
Warum muß ich dann bei verwendung in der Öffentlichkeit (z.B. Tanzveranstaltungen)
noch einmal GEMA zahlen ?

Was macht die GEMA eigentlich mit dem Geld ?
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Re: Musik - Und die rechtliche Seite ?

Beitrag von Gast am Sa 1 März 2008 - 2:10

Mäusel schrieb:Na gut da hab ich mal eine.
Wenn ich eine Musik CD kaufe bezahle ich doch schon einen GEMA Anteil.
Warum muß ich dann bei verwendung in der Öffentlichkeit (z.B. Tanzveranstaltungen)
noch einmal GEMA zahlen ?

Was macht die GEMA eigentlich mit dem Geld ?

Sagt eigentlich schon deine Frage aus: CD-Kauf = privat, Tanzveranstaltung = öffentlich. Das heißt: du kaufst meine Musik, die ich als Urheber erstellt habe für dich zum persönlichen Gebrauch. Es ist aber nur für dich. Wenn noch mehr da sind, die meine Komposition haben wollen, sollen doch auch die bezahlen, oder? Und ich würde nicht einsehen, warum ich nur eine CD verkaufe und die anderen gehen mit meiner Arbeit, wo ich tagelang dran gesessen habe, einfach stiften. Das würdest du auch nicht wollen, so sozial ist kein Mensch. Also soll der Urheber eines Liedes oder Textes auch jedesmal für seine Arbeit entlohnt werden (ein VW-Arbeiter will auch jeden Monat sein Geld, auch wenn er immer wieder die gleiche Tätigkeit am Band macht).

Ich verstehe die Leute einfach nicht, die für's Geldumtauschen Zinsen haben wollen, aber für die geistige Arbeit eines Komponisten nichts zahlen wollen. Das ist einfach dumm.

Die GEMA ist dafür da, die geistige Arbeit von Komponisten, Arrangeuren und Textern in ihren Urheberrechten zu schützen und die eingenommen Gelder anteilmäßig zu verteilen.

Erstmal Erklärung genug ?

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Re: Musik - Und die rechtliche Seite ?

Beitrag von Mäusel am Sa 1 März 2008 - 19:32

Also wenn ich das jetzt Richtig verstehe, bekommt das Geld derjenige der die Rechte an der Musik hat ?
Z.B. bei John Lennon seine Witwe, ist mir klar.
Wer aber hat die Rechte von Mozart, Beethoven usw. die haben doch schon die Würmer gefressen, wer hat denn da die Rechte?
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Re: Musik - Und die rechtliche Seite ?

Beitrag von Gast am Mi 5 März 2008 - 18:48

Nach Ableben von z.B. Mozart gab es Erben, so wie du es bei John Lennon beschrieben hast. In der heutigen Zeit müssen die Nachfahren die Rechte immer wieder beantragen. Dieser Antrag wird geprüft und wenn die Nachfolge klar erkenntlich ist, geht es an den Nachfolger über.

Jetzt sollte aber mal sein, daß auf Mozarts Partituren keiner mehr Rechte anmeldet, dann wird noch ein Jahr geforscht und dann die Musik dem Allgemeingut übergeben. Genauso wie bei den Volksliedern (NICHT: Volkstümliches und/oder Schlager), wo der Rechtsnachfolger auch nicht mehr feststellbar ist.

Ab dem Zeitpunkt, wo es Allgemeingut bzw. Volksgut geworden ist, kann jeder damit machen, was er will.

Ausnahmen sind dann wieder das Arrangement. Dabei bleibt die Melodie zwar frei, aber das neuartige Arrangement kann dann wieder mit Rechten versehen werden.

Ich weiß, es ist kompliziert. Ich habe auch lange überlegen müssen, wie ich es am besten erkläre.

Ist das soweit verständlich?

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Re: Musik - Und die rechtliche Seite ?

Beitrag von Tueffler123 am Mi 26 März 2008 - 22:30

Dieses Geld wird wohl in eine Stiftung fließen. Siehe Museum
Museum
Das Museum in der Getreidegasse Nr. 9 erstreckt sich über drei Stockwerke und wurde am 15. Juni 1880 von der Internationalen Mozart-Stiftung eröffnet.
Zu den bedeutendsten Ausstellungsteilen zählen die Instrumente Mozarts: Die Kindervioline, die Konzertvioline, das Klavichord und das Pianoforte.
In den Ausstellungsräumen finden sich weiter die Orginal Familienporträts der Mozarts, die Familienkorrespondenz und die themenbezogenen Ausstellungen:
"Bürgerliche Wohnung in Salzburg zur Mozart-Zeit", "Mozart und die Salzburger Universität", "Mozarts Freundschaft zu Salzburger Familien" und "Kirchenmusik und Heiligenverehrungen".
Das Mozartmuseum zählt zu den Hauptattraktionen Salzburgs und lockt tagtäglich eine große Besucherschar.

Es wird wohl bei Beethoven,Lizt,Bach u.s.w. nicht anders sein

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